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Creu de Rei

Creu de Rei
Das Creu de Rei, auch Creu de la Conquesta genannt, an der Bucht von Santa Ponça am südwestlichen Zipfel Mallorcas steht für einen der bedeutendsten Momente in der Geschichte der Insel: Im September 1229 landete hier das Heer von Jaume I., und der Rückeroberungszug des christlichen Herrschers begann. Gedenktafeln schildern in dramatischen Bildern die Geschehnisse jenes Tages, und das "Kreuz des Königs" wurde an exakt der Stelle auf dem Felsen Sa Caleta errichtet, an der damals die erste Königsflagge über der Insel wehte. Der Felsen mit dem Siegeskreuz liegt am Südende der Bucht von Santa Ponça und ist über die Via de la Creu leicht zu Fuß zu erreichen. Von der exponierten Stelle aus hat man einen herrlichen Blick über die Hafeneinfahrt und den Küstenstreifen.

Palast Son Mas

Palast Son Mas
Inmitten der fruchtbaren Landschaft in Mallorcas Südwesten erhebt sich die unauffällige Kleinstadt Andratx mit ihren 2 Wahrzeichen, der gotischen Pfarrkirche Santa Maria und der ehemaligen arabischen Festung Son Mas. Hier suchten die Andratxer Zuflucht vor den Überfällen der Piraten. In Erinnerung daran wurde in die Außenmauer der Anlage das Antlitz des Piraten Chaireddin Barbarossa integriert, dem es im 16. Jh. nicht gelang, das Castell zu erobern. Heute sind in dem renovierten Palast, der zeitweilig zu einem Gutshaus umgebaut war, das Rathaus der Stadt und ein Kulturzentrum untergebracht, in dem manchmal Kunstausstellungen organisiert werden. Vom Vorplatz des Verwaltungssitzes hat man einen hübschen Blick auf die rund 6 km entfernte Bucht mit dem mondänen Hafen Port d'Andratx.

Son Mas; über Andratx

Art Forum Liedtke

Art Forum Liedtke
Ein Museum ganz besonderer Art ist das Art Forum Liedtke am Cap de Sa Mola nahe Port d'Andratx an der westlichen Spitze Mallorcas. In dem 1994 eröffneten Museum werden auf 600 qm ausschließlich Werke des deutschen Künstlers Dieter Walter Liedtke ausgestellt, und auch der Entwurf des verwinkelten Gebäudes stammt von Liedtke selbst. Das Konzept des Museums zielt darauf ab, sowohl die Sinne anzusprechen als auch die Körperwahrnehmung zu trainieren; so ist ein Sonnenbad ganz offiziell Teil des Museumsbesuches. Eine nette Bar lädt auch am Abend zu einem Besuch des auf einem Hang erbauten Gesamtkunstwerkes ein. Da es keine regelmäßigen Öffnungszeiten gibt, empfiehlt sich ein vorheriger Anruf.

Art Forum Liedtke; am Cap de Sa Mola, Nahe Port d'Andratx; Öffnungszeiten: unregelmäßig; Tel: 971 686395

Castell de Bendinat

Castell de Bendinat
Zwischen den exklusiven Orten Illetes und Portals Nous, am westlichen Ausläufer der Bucht von Palma, befindet sich das Castell de Bendinat. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Burg, die Jaume I. im 13. Jh. errichten ließ. Die Legende besagt, dass auch der Name des Schlosses auf den König zurückgeht: So soll er den historischen Ausspruch Bé hem dinat, "wir haben gut gespeist", nach einem sehr schlichten Mahl zum besten gegeben haben. Das heutige Schloss aus dem typischen roten Sandstein der Region wurde im 18. Jh. auf den Grundmauern der Burg erbaut. 4 mächtige Türme beherrschen den rechteckigen Bau, und ein prunkvolles Portal ziert den Eingang auf der Südseite. Leider ist das Schloss nicht für Besucher geöffnet, sondern befindet sich in Privatbesitz.

Fundació Pilar i Joan Miró

Fundació Pilar i Joan Miró
In Cala Major, an der westlichen Seite der Bucht von Palma, erinnert das interessante Miró-Museum an Leben und Werk eines der größten spanischen Künstler des 20. Jh., Joan Miró. Der Katalane, dessen Mutter und Frau aus Mallorca stammten, verbrachte die zweite Lebenshälfte bis zu seinem Tod 1983 auf der Insel. In dem Museum werden neben den verschiedenen Schaffensphasen des Malers auch Werke anderer Künstler vorgestellt. Miró bestimmte überdies in seinem Testament, dass in seinem Atelier eine Begegnungsstätte für junge Künstler geschaffen werden sollte. Sie wurde zum 100. Geburtstag Mirós 1994 eröffnet. Das außergewöhnliche, sternförmige, lichtdurchflutete Ateliergebäude Edificio Estrella wurde von Mirós Freund, dem Architekten Josep Lluís Sert entworfen, und zeigt zahlreiche unfertige Zeichnungen und Gemälde des Meisters. Etwas oberhalb der Arbeitsstätte liegt das mittelalterliche Herrenhaus Son Boter, in dem Miró mit seiner Frau residierte. Außerdem gibt es eine Bibliothek, ein Café, einen Souvenirshop und einen großzügigen Parkplatz auf dem Gelände, das man über die Carrer Saridakis von der Hauptstraße aus erreicht.

Fundació Pilar i Joan Miró; Carrer Joan de Saridakis 29, Palma; Öffnungszeiten: Di-Sa 10-18 Uhr, So 10-15 Uhr; Tel: 971 701420, Fax: 971 702102; Homepage: www.a-palma.es/fpjmiro

Castell de Bellver

Castell de Bellver
Das Castell de Bellver, eine der außergewöhnlichsten Burgen Spaniens, thront erhaben über dem Stadtteil El Terreno im Westen der Bucht von Palma. Man hat von hier, 122 m über dem Meer, den schönsten Blick auf die Hauptstadt. Jaume I. wollte direkt nach seiner Rückeroberung der Insel am Silvestertag 1229 ein Zeichen für die christliche Macht setzen und initiierte den Bau der Kathedrale und den Bau des Kastells. Aber der vollkommen runde Sandsteinbau wurde erst 1309 unter Jaume II. von dem Baumeister Pere Salvá errichtet, der auch schon den Almudaina-Palast umgebaut hatte. Bis zur Fertigstellung des Palastes war das Kastell die königliche Residenz, später wurde es als Gefängnis genutzt. Von außen beherrschen die 3 Wachtürme und der freistehende und früher mit dem Rest der Anlage über eine Ziehbrücke verbundene Gefängnisturm Torre de l'Homenatge das einheitliche Bild. Im runden Innenhof beeindruckt die umlaufende zweistöckige Galerie mit romanischen und gotischen Rundbögen, von der aus man alle Räume erreichen kann. Die Zisterne im Hof wird mit Regenwasser gespeist, das auf dem speziell konstruierten Dach gesammelt wird. Umgeben ist das Gemäuer von einem 4 m breiten Graben, unterhalb der Anlage soll sich ein künstliches Höhlensystem befinden (Coves d'Avall). Am schönsten zeigt sich die weitläufige Anlage zur Zeit des Sonnenuntergangs. Wer nur die Festung und nicht die Ausstellung besichtigen will, kann sonntags gratis die Burg besuchen.

Castell de Bellver; über Palma; Öffnungszeiten: im Sommer Mo-Sa 8-20.30, So 10-19 Uhr, im Winter Mo-Sa 8-19.30, So 10-17 Uhr

Plaça Gomila

Plaça Gomila
Rund um die Plaça Gomila an der Avinguda Joan Miró im westlichen Stadtteil El Terreno erstreckt sich eines der beliebtesten Reviere der Nachtschwärmer aus Palma. Dutzende Bars, Restaurants und Discos sorgen für Stimmung. Ganz früher flüchteten die Palmeser von der Stadt die paar km hierhin aufs damals noch kaum besiedelte Land, wenn in Palma die Cholera wütete oder ein Erdbeben die Häuser einstürzen ließ. Erst Mitte des 19. Jh. entdeckten die Wohlhabenden die Vorzüge von Terreno mit Strand und guter Luft, und siedelten sich hier als Sommerfrischler an. Die ersten Hotels entstanden nahe der Plaça Gomila. Es wurden die ersten Nachtclubs wie das Tito's gegründet. Diese exklusiven Zeiten sind vorbei. Tito's, direkt am Passeig Maritim gelegen, ist aber nach wie vor eine der angesagtesten Discotheken Palmas, und es gibt noch weitere Tanzschuppen. Und neben den edlen Restaurants gibt es auch viele Imbiss-Stände und Fast-Food-Läden. Man erreicht die Plaça Gomila leicht über eine Treppe vom Passeig Maritim

Mirador de Ses Animes

Mirador de Ses Animes
Vom mittelalterlichen Wachturm Mirador de Ses Animes, auch Torre des Ses Animes oder Atalaya de Ses Animes genannt, in der Nähe von Banyalbufar, an der Westküste Mallorcas, hat man einen grandiosen Blick von 250 m Höhe auf felsige Südwestküste und das blaue Meer. Der "Turm der Seelen" stammt aus dem 16. Jh. und war einst Teil einer riesigen Befestigungsanlage, die sich die gesamte Küste entlang zog und zur Abwehr der Piratenangriffe auf mallorquinische Städte dienen sollte. Diese so genannten Türkentürme (Talaiots oder arabisch Atalayas genannt) waren durch ein kompliziertes Signalsystem miteinander verbunden. Heute sind nur noch einige der ehemals 85 Türme erhalten, und der Mirador de Ses Animes ist einer der wenigen, der für Touristen zugänglich ist, da die meisten anderen auf Militärgebiet liegen oder sich in Privatbesitz befinden

Passeig de Sagrera

Passeig de Sagrera
Gleich neben der vielbefahrenen Hauptstraße Passeig de Sagrera am Hafen von Palma verläuft die gleichnamige Promenade, die an 2 der schönsten und eindrucksvollsten Gebäude Palmas, dem Consolat de Mar und der ehemaligen Seehandelsbörse La Llotja, und am Denkmal für Ramon Llull an der Kreuzung mit der Avinguda d'Antoni Maura vorbeiführt. Nachtschwärmer können sich nach einem Bummel über den Boulevard auf der Plaça de La Llotja und in dem dahinter liegenden Viertel amüsieren, denn hier, zwischen Plaça Drassana im Westen, dem Passeig de Born im Osten und der Carrer Sant Feliu im Norden, finden sich die meisten Cafés, Bars und Restaurants der Stadt.

Plaça Atarazanas

Plaça Atarazanas
Die Plaça Atarazanas in Palma bildet das idyllische Umfeld für die Statue des mallorquinischen Seefahrers Jaime Ferrer. Er befuhr gut ein halbes Jh. vor den Portugiesen die westafrikanische Küste und ließ bereits von diesen Fahrten Seekarten anfertigen. Der kreisrunde Platz ist von zahlreichen Bars und Kneipen gesäumt, die tagsüber von zahlreichen Geschäftleuten und Touristen besucht werden.

Plaça Atarazanas; Palma

La Llotja

La Llotja
So wie einst Kaiser Karl V. wird auch mancher Urlauber La Llotja (oder La Lonja), die alte Seehandelsbörse von Mallorca in Palma, mit einer Kirche verwechseln. Der aufwändige Gotikbau, der zwischen 1426 und 1451 vom einflussreichen Architekten Guillem Sagrera erbaut wurde, beeindruckt von außen mit 4 monumentalen achteckigen Ecktürmen, die mit einer Zinnengalerie verbunden sind. Die Börse verlieh dem ganzen Viertel seinen Namen und heute ist der Stadtbezirk die Ausgeh- und Amüsiermeile der Stadt. Hier finden sich in den engen Altstadtgassen Kneipen, Bars und Clubs dicht an dicht. Gleich neben der Llotja steht der imposante Renaissance-Bau Consolat de Mar. In der ehemaligen Nautik- und Seefahrerschule tagt heute die autonome Landesregierung der Balearen.

La Llotja; Plaça de La Llotja; Palma

Denkmal Ramón Llull

Denkmal Ramón Llull
Ramón Llull, der mallorquinische Nationalheld, wird an der Kreuzung des Passeig de Sagrera und der Avinguda d'Antoni Maura in Palma mit einem Denkmal geehrt, das man 1967 dort aufstellte. Mallorcas berühmtester Sohn wurde 1232 oder 1235 in Palma geboren und wuchs als Kind einer reichen Adelsfamilie am Hof von Jaume I. auf. Er war zunächst Page, dann Hauslehrer des Prinzen. Llull war klug und lebenslustig, ständig gab es Skandale um seine unzähligen Liebschaften. Als er wieder einmal bei einer Dame zudringlich wurde, zeigte sie ihm ihre von einer Krankheit sehr in Mitleidenschaft gezogenen Brüste. Dieses Erlebnis war der Grund - so sagt die Legende - dass Llull sein Leben änderte und in den Franziskaner-Orden eintrat. Als Einsiedler studierte er philosophische Arbeiten und Sprachen, verfasste über 270 Schriften und fast 80 Gedichtbände in seiner Muttersprache und etablierte so das Katalanisch als Schriftsprache mit eigener Grammatik - wofür er bis heute von den Katalanen verehrt wird. Sein wichtigstes Ziel war die Verbreitung der christlichen Religion. In Nordafrika soll er im Alter von 80 Jahren von fanatischen Moslems gesteinigt worden sein. Er liegt im Kloster Sant Francesc in Palma begraben.

Palau de l'Almudaina

Palau de l'Almudaina
Direkt gegenüber der Kathedrale La Seu liegt eine weitere große Attraktion Palmas, der Königspalast Palau de l'Almudaina. Er wurde nach der Wiedereroberung der Insel durch Jaume I. über der ehemaligen Residenz der Mauren errichtet. Heute residieren hier das Militär und der spanische König, wenn er offizielle Repräsentationspflichten auf Mallorca erfüllt. Das 20.000 qm große Gebäude wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut, vorherrschend sind bis heute die gotischen Anteile. Ein Arkadengang, der sich um das gesamte Schloss zieht, und 4 trutzige Türme, von denen einer einen Bronze-Engel trägt, bestimmen das Erscheinungsbild. Von der Meerseite kann man den Palast durch ein imposantes Tor betreten, aber der Königssitz ist nur teilweise für Besucher geöffnet. Höhepunkte einer Besichtigungstour, die meist nur mit einer reservierten Führung möglich ist, sind der Thronsaal und der renovierte Südflügel. Außerdem ist die Kapelle des Palastes, die Capella Santa Ana, ein hübsches Beispiel gotischer Kirchenarchitektur.

Palau de l'Almudaina; neben der Kathedrale La Seu, Palma; Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-14 Uhr und 16-18 Uhr, Sa und feiertags 10-14 Uhr, im Sommer durchgehend

La Granja

La Granja
15 km nordwestlich von Palma entfernt, bei Esporles, liegt eine der bekanntesten Touristenattraktionen Mallorcas: Das ursprüngliche Kloster und heutige Landgut La Granja, das wegen seiner Quelle schon in den Zeiten der Araber entstand und heute dem Besucher einen differenzierten Einblick in das Landleben vergangener Zeiten bietet. Der Rundgang, für den 2 Stunden eingeplant werden können, führt vorbei an unterschiedlichen Werkstätten, in denen der Besucher bei der Entstehung verschiedener mallorquinischer handwerklicher Produkte wie Keramiken und Stickereien zusehen kann. Außerdem gibt es eine Schmiede, Färberei, Weinkelterei und eine Käserei. Das Herrenhaus selbst, dem auch eine Kapelle, ein Salon mit Theater sowie eine Folterkammer angeschlossen sind, ist mit kostbaren Möbeln ausgestattet. Die Geschichte des Herrenhauses geht bis ins 10. Jh. zurück, als Mauren an dieser Stelle, an der sich eine sprudelnde Quelle ergießt, eine bäuerliche Siedlung gründeten. Nach der Rückeroberung durch christliche Truppen fiel das Land an den Grafen Nuño, der es später dem Zisterzienser-Orden übertrug, der hier das erste Kloster des Ordens auf Mallorca errichtete. Nach wechselnden Besitzern gehört das Anwesen seit dem 17. Jh. der Familie Fortuny, die aus dem Bauernhaus das heutige luxuriöse Landgut machte. Besonders empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die prächtige romantisch-englische Gartenanlage mit Brunnen und Wasserfällen. Zur Stärkung kann man sich im Hof mit selbst hergestellten Erzeugnissen verköstigen. Besonders schmackhaft sind der Feigenkuchen und die Bunyols (Schmalzgebäck).

La Granja; Carretera d'Esporles; Öffnungszeiten: April-Sept täglich 10-19 Uhr, Okt-März täglich 10-18 Uhr; Tel: 971 610032, Fax: 971 619305; Homepage (spanisch): www.lagranja.net


Plaça Cort

Plaça Cort
Auf der Plaça Cort mitten in der Altstadt von Palma befindet sich das Rathaus der Stadt, die Casa de la Ciutat. Die Fassade des dreigeschossigen Gebäudes ist reich geschmückt und verrät den barocken Baustil. An gleicher Stelle stand früher das Hospital de Sant Andreu, von dem lediglich ein schönes gotisches Portal übrig geblieben ist. Neben den Büros und Amtsstuben befindet sich im Haus auch eine Gemäldesammlung. Ein weiteres beliebtes Fotomotiv auf der Plaça Cort ist ein alter Olivenbaum, von dem manche sagen, er sei der älteste von Mallorca.

Plaça Cort

Plaça Cort
Auf der Plaça Cort mitten in der Altstadt von Palma befindet sich das Rathaus der Stadt, die Casa de la Ciutat. Die Fassade des dreigeschossigen Gebäudes ist reich geschmückt und verrät den barocken Baustil. An gleicher Stelle stand früher das Hospital de Sant Andreu, von dem lediglich ein schönes gotisches Portal übrig geblieben ist. Neben den Büros und Amtsstuben befindet sich im Haus auch eine Gemäldesammlung. Ein weiteres beliebtes Fotomotiv auf der Plaça Cort ist ein alter Olivenbaum, von dem manche sagen, er sei der älteste von Mallorca.

Museu Diocesà

Museu Diocesà
Der Bischofspalast von Palma, der Palau Episcopal östlich der Kathedrale La Seu, direkt an der Hafenstraße, wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach umgebaut und weist deswegen einige architektonische Unregelmäßigkeiten auf. So erweckt der Innenhof aus dem 15. Jh. einen uneinheitlichen Eindruck. Sehenswert ist das mit einer schönen Madonnenfigur ausgestattete gotische Portal, das zur Sankt-Paul-Kapelle führt. Außerdem beherbergt der Bischofspalast das Museu Diocesà. Die Sammlung ist eine Mischung weltlicher und kirchlicher Stücke und enthält Heiligenbilder, Kleidungsstücke, Keramik aus maurischer Zeit, Münzen und mittelalterliche Gemälde. Das auffälligste Bild stammt von Pedro Nisart und stellt den Kampf des Heiligen Georg mit einem Drachen im mittelalterlichen Palma dar. Auch die Altaraufsätze und Marienfiguren sind sehenswert. Ein Exponat fällt allerdings aus dem Rahmen: Das mumifizierte Krokodil Drac de Na Cóca, dasl im 17. Jh. die Kanäle der Stadt unsicher gemacht haben soll.

Palau Episcopal mit Museu Diocesà; Plaça Mirador 5, Palma; Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-13 und 15-19 Uhr, Sa und So 10-13.30 Uhr; Tel: 971 714063

Casa Font y Roig (Banys Arabs)

Casa Font y Roig (Banys Arabs)
Eines der gut erhaltenen, gerade renovierten arabischen Gebäude Mallorcas, das mittelalterliche Dampfbad Banys Arabs, steht im Hof des Casa Font y Roig in Palmas Altstadt. Das über 1.000 Jahre alte Gemäuer beherbergt 12 Säulen unterschiedlichster Herkunft, die ein hohes Kuppeldach tragen und 2 Räume teilen. Zu früheren Zeiten besaß das Badehaus sogar eine Art Fußbodenheizung und ermöglichte den Besuchern ein warmes Bad. Das Bad liegt direkt neben dem Museu de Mallorca in einem sehr schönen und ruhigen Garten, der zu einer kleinen Pause einlädt.

Banys Arabs; Carrer Can Serra 7, Palma; Öffnungszeiten: April-Okt täglich 9.30-20 Uhr, Nov-März täglich 9.30-19 Uhr

Plaça Santa Eulàlia

Plaça Santa Eulàlia
Über die Plaça Santa Eulàlia nahe des Klosters Sant Francesc südlich der Fußgängerzone Palmas und ein paar Schritte vom Rathaus entfernt, erhebt sich eine der ältesten Kirchen der Stadt, die Església Santa Eulàlia. Das im 13. und 14. Jh. gebaute Gotteshaus fällt besonders durch sein prächtiges Doppelportal mit einer Mariensäule ins Auge, an deren Sockel man Fabelwesen entdecken kann.

Rambla

Rambla (Via Roma)
Am Teatre Principal beginnt die Via Roma, die aber besser unter dem Namen Rambla bekannt ist und über einem trockengelegten Flussbett angelegt wurde. Wie bei dem gleichnamigen Vorbild in Barcelona fahren rechts und links der breiten Flaniermeile Autos, unter den Platanen bieten Blumenhändler und Zeitungskioske ihre Waren feil. So belebt wie in Barcelona ist die Palmeser Rambla allerdings nicht, meist geht es eher beschaulich zu. Links und rechts haben sich exklusive Geschäfte angesiedelt. Am Ende der ca. 500 m langen Rambla befindet sich ein schöner großer Springbrunnen, rechts geht die Fußgänger-Einkaufsstraße Oms ab, die zur Plaça Espanya führt.

Can Rei

Can Rei
Schöne Farbtupfer in Palmas Altstadt, ganz in der Nähe der Plaça Major, bilden die Jugendstil-Häuser Can Rei, geschaffen von dem Architekten Lluís Forteza Rey im Jahr 1909, und das mosaikgeschmückte Edifici l'Aguila, erbaut vom Architekten Gaspar Bennàssar im Jahr 1908. Bunte Keramikkacheln und verspielte Balkone zieren die Stadthäuser an der Plaça Marques de Palmer, die mit ihrer Architektur an die fantastischen Entwürfe des Baumeisters Gaudí erinnern. Weitere Bauwerke dieser Modernismo-Epoche, die dem deutschen Jugendstil sehr ähnlich ist, findet man auf Mallorca vor allem in Sóller im Westen der Insel. Einen guten Überblick über den weitreichenden Einfluss dieses Kunststils auf Design und Kunst kann man im Museu de Mallorca in Palma gewinnen.

Can Rei und Edifici l'Aguila; Plaça Marques de Palmer, Palma

Plaça Major

Plaça Major
Wie viele Hauptplätze in Spanien hat auch die Plaça Major inmitten der Fußgängerzone von Palma große Ähnlichkeit mit der Plaza Mayor in Madrid. Wie in der Hauptstadt auf dem Festland ist der ganze Platz lückenlos mit dreistöckigen Wohngebäuden bebaut. Im Erdgeschoss sind die Häuserzeilen durch Arkaden aufgelockert, in denen kleine Souvenir-Geschäfte oder Cafés untergebracht sind. An der Nordseite des Platzes soll übrigens das Geburtshaus des Philosophen Ramón Llulls gestanden haben, eine Gedenktafel erinnert an ihn. Unter dem Platz befindet sich ein Einkaufszentrum und ein großer Parkplatz. Jeden Montag, Freitag und Samstag bieten diverse Kunsthandwerker ihre Produkte auf dem Platz an; hier kann man das eine oder andere Mitbringsel erstehen.

Plaça d'Espanya

Plaça d'Espanya
Die belebte Plaça d'Espanya nordöstlich der Fußgängerzone von Palma ist der Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs auf Mallorca. Hier befinden sich die 2 Bahnhöfe der Stadt, von denen aus man nach Sóller oder nach Inca fahren kann. Auffällig ist vor allem das Bahnhofsgebäude der nostalgischen Schmalspurbahn Roter Blitz, die fünf- bis sechsmal pro Tag Richtung Sóller aufbricht. Auch die meisten Buslinien enden oder beginnen hier. Der Platz ist sehr lebendig und für Tagestouristen ideal, weil man von hier aus zu Fuß z.B. über die Einkaufsstraße Sant Miguel ins Herz der Stadt gelangt. Manchmal findet auf dem Platz rund um das große Bronze-Denkmal von Jaume I. ein großer Markt mit Kunsthandwerk, Kleidung und Schmuck statt. Für eine Pause eignet sich das Café Cristal.

Plaça d'Espanya; Palma

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